„Jedes Kind hat sein eigenes Zeitmaß der Entwicklung. Seine Autonomie, Individualität und Persönlichkeit können sich entfalten, wenn es sich möglichst selbständig entwickeln darf. Damit selbständiges Lernen möglich wird, müssen die Erwachsenen eine Umgebung gestalten, die den momentanen Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.“

Emmi Pickler, Pädagogin

Krabbelstube Schmuddelkinder e. V.

Die Krabbelstube Schmuddelkinder e.V. liegt im schönen Martinsviertel, direkt am Riegerplatz. Die Krabbelstube ist eine Elterninitiative, die Platz für 11Kinder bietet und besteht seit März 1986.

Die Einrichtung befindet sich in einer 3-Zimmer-Altbauwohnung.
Die Räume sind jederzeit für die Kinder nutzbar, so dass die Einrichtung Platz zum Spielen und Toben bietet.

Vor der Einrichtung befindet sich eine Spielstraße, die zum Spielen, jahreszeitlichem Experimentieren und zum Bobby Car fahren genutzt wird.

Die Einrichtung verfügt über zwei Bollerwägen, so dass alle Spielplätze, Parks in der Umgebung besucht und Ausflüge ermöglicht werden können.

Unser Bild vom Kind und wie wir arbeiten

Kinder im Krabbelstubenalter beschäftigen sich mit der Grundordnung der Welt. Wir betrachten die Kinder als eigenständige Persönlichkeiten, und geben dem Kind die Möglichkeit sich frei zu entfalten.

Um sich in ihrer Welt in Ruhe und im eigenen  Tempo zu entwickeln, brauchen die Kinder eine sichere Bindung und Umgebung, die sie bei uns bekommen.

Das Team hat einen pädagogischen roten Faden, an dem es sich stets orientiert.

Das pädagogische Konzept der Krabbelstube ist dennoch flexibel und wird durch Fortbildungen, neue Kollegen, Veränderungen in der Kindergruppe o.ä. Immer wieder neu überdacht, reflektiert und auf seine Aktualität hin überprüft. Dies geschieht durch die Erzieher/innen, die ihre Teamsitzungen dafür nutzen sich fachlich damit auseinanderzusetzen.

Um es den Kindern zu erleichtern, eine Bindung zu uns aufzubauen, arbeiten wir während der Eingewöhnungsphase in Anlehnung an das ,,Berliner Modell“:

  • Eine Erzieherin als feste Bezugsperson
  • Enger Austausch zwischen Eltern und Erzieher/in
  • Beziehungsaufbau zu dem kind, anfangs über Blickkontakt und Spielangebote
  • Ungeteilte Aufmerksamkeit

D.h. Die Eltern nehmen sich während der Eingewöhnungszeit und stehen die ersten Wochen          zu Verfügung.

Das Kind ist dann eingewöhnt, wenn es die Erzieherin als ,,sicheren Hafen“annimmt

(lässt sich trösten, wickeln...).

Jedes Kind hat sein eigenes Zeitmaß der Entwicklung.

Seine Autonomie, Individuelle und Persönlichkeit können sich entfalten, wenn es sich möglichst selbstständig entwickeln darf. 

Geborgen in sicheren, stabilen Beziehungen lernen Kinder, sich aus eigener Initiative, gemäß ihren Interessen zu bewegen und zu spielen. Kommunikation und Sozialverhalten entstehen im Dialog mit den Erwachsenen, wenn die kindlichen Signale verstanden werden. 

Damit selbstständiges Leben möglich wird, müssen die Erwachsenen eine Umgebung gestalten, die den momentanen Bedürfnissen und Bestrebungen des Kindes entspricht.

Das bedeutet im Krabbelstuben Alltag zum Beispiel:

  • Eine Entwicklungsfördernde Umgebung schaffen
  • fördernde Materialien bereitstellen
  • den Kindern durch ausreichend Freispielzeiten Raum zu geben , ihren aktuellen
  • Entwicklungsthemen (spielerisch) nachzugehen
  • Themen der Kinder wahrnehmen und aufgreifen
  • Den Kindern ein Mitbestimmungsrecht zu ermöglichen und es wahrzunehmen 
  • (Wickelsituation, Essen, Spielen usw.)

Konflikte sind Teil des sozialen Lernens und werden von daher nicht unterbrochen, sondern von den Erzieherinnen begleitet. Ziel ist, so eigene Grenzen und die der Anderen wahrnehmen zu lernen und benennen zu können.

Im Alltag ergeben sich an den unterschiedlichsten Stellen Situationen, die Kinder neugierig machen. Um sie in ihrer Neugier zu unterstützen investieren die Erzieherinnen viel Zeit darin, die Kinder Dinge selbst machen zu lassen.

Kneten, Fingerfarben, Sand, Wasser, Ton und auch mal mit den Fingern essen dürfen. Spielen mit Schaum, Erbsen und Federn. Laute Töne, leise Klänge, Rennen oder still liegen. Kinder interessieren sich für alles, was ihre Sinne berührt und daraus ergeben sich die wunderbarsten  Spiele, die Erwachsene uns nicht hätten ausmalen können.

Wir folgen der Natur in ihrer Veränderung und begleiten die Kinder in ihrer Wahrnehmung und ihrem Interesse daran mit Spielen, Liedern, wiederkehrenden Abläufen, Festen, Fingerspielen und vielem mehr.

Die Eltern unserer Kinder können jederzeit Fragen zum Tagesablauf oder einzelnen Situationen stellen und sich mit den Erzieherinnen austauschen. Ebenso steht ein Gruppentagebuch zur Verfügung, um sich zu informieren, was die Kinder im Laufe des Tages erlebt haben. Selbstverständlich gibt es darüber hinaus feste Elterngespräche und regelmäßige pädagogische Elternabende.

Tagesablauf

Zwischen 8 bis 9 Uhr kommen die Kinder in der Krabbelstube an. Anschließend beginnt der Morgenkreis, an den sich das gemeinsame Frühstück anschließt. Dann ist für Ausflüge, Spiel- oder Bastelangebote oder freies Spielen.

Etwa um 12 Uhr wird – abhängig von den kleinsten Kindern – zu Mittag gegessen. Danach ist Zeit zum Bücher lesen und Wickeln.

Spätestens um 13 Uhr ist dann die Zeit für den Mittagsschlaf gekommen, bevor die Kinder zwischen 15 und 15:30 Uhr abgeholt werden.

Die Fakten im Überblick

  • Betreuungszeit: 

    Montag        8:00-15:30 Uhr
    Dienstag      8:00-15:30 Uhr
    Mittwoch     8:00-15.00 Uhr ( 15:00-17:30 Uhr Teamsitzung)
    Donnerstag  8:00-15.30 Uhr 
    Freitag         8:00-15:30 Uhr

  • Gruppengrösse: 10-11 Kinder
  • Altersstruktur: 15 Monate bis 3 Jahre
  • Personalschlüssel: 4 pädagogische Fachkräfte, 1 Praktikantin, 3 Honorarkräfte, 1 Reinigungskraft.
  • Mitgliederbeitrag: 147 Euro für die Betreuung, plus 70 Euro Essenbeitrag
  • Ernährung: Das Mittagessen ist biologisch und vegetarisch und kommt vom Caterer CaterKati. Das Frühstück wird im Wechsel von den Eltern eingekauft. Wir legen Wert auf eine gesunde und ausgewogenen Ernährung, die Bio- und Vollwertprodukte beinhaltet.

„Wesentlich ist, dass das Kind möglichst viele Dinge selbst entdeckt. Wenn wir ihm bei der Lösung aller Aufgaben behilflich sind, berauben wir es gerade dessen, was für seine geistige Entwicklung das Wichstigste ist. Ein Kind, das durch selbständige Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz andersartiges Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird“

Emmi Pickler, Pädagogin

Kontakt

Krabbelstube Schmuddelkinder e. V.

Adresse
Wenckstraße 32
64289 Darmstadt
Tel.: 06151-78 58 767
E-Mail: info@schmuddelkinder.net

Ansprechpartner:
Anmeldungen: anmeldung@schmuddelkinder.net
Dachverband: dachverband@schmuddelkinder.net
Vorstand: vorstand@schmuddelkinder.net

Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über den KiTa-Planer der Stadt Darmstadt: https://kinderbetreuung.darmstadt.de